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Archive for November, 2008

Solarlader ScottyPro (für Garmin Vista u. Nokia 9300i) mit auf Tour

Saturday, November 22nd, 2008

Für den Betrieb eines MP3-Players hatten wir den ScottyPro ja schon eine Woche im Dauereinsatz. Das hatte relativ gut funktioniert. Das einzige Problem war, dass die Ladeelektronik des Players (mit internem Akku!) nicht wirklich kapierte, was los ist. Eigentlich ganz schlau, sollte sie bei Anschluss eines Ladegerätes den eventuell noch nicht vollständig entladenen Akku erst entladen, um ihn dann frisch zu füllen.

Bei einem Solarlader mit seinem doch recht unkonstanten Stromfluss (Unterbrechung durch Schatten auf dem Panel) wird’s da etwas komisch ;) — Nuja, war ja nicht schlimm, die Sonne schien ja 12 Stunden am Tag und brachte immer genug Kraft für den Player + noch etwas Ladestrom für 2 Mignonzellen.
Auf der Tour in den korsischen Bergen verhielt es sich etwas anders. Der Solarlader hing auf dem Rücken und zeigte mehr oder weniger gut ‘gen Süden (daher sind wir in Richtung Norden gewandert ;)). Die Akkus für den GPS-Empfänger hielten wir mit dieser Methode halbwegs gefüllt. Problematisch wurde es beim Laden des vollständig entladenen Mobiltelefonakkus. Da schien der Saft nicht zu reichen um den Ladevorgang des Telefons anzustossen :(
Zum Glück war neben dem nicht mehr hochfahrenden Communicator 9300i noch ein kleiner Notizblock mit Bleistift zur Hand (darauf sind auch die wichtigsten Informationen, Adressen und Telefonnummern notiert). Auch mit frischen Alkali-Mignonzellen im Scotty startete der
Communicator nicht. Da sollte das Adapterkabel einfach mal mehr Saft
durch lassen. Denn zu Hause mit dem 220V-Lader startete das Handy
sofort.
Für das Commi-Ladeproblem sollte noch eine Lösung gefunden werden. Weil zumindest ab und an geb’ ich an die Heimat gerne mal durch, dass alles bestens ist …

Ultraleichtbergtour Korsika - Teil 4/7

Wednesday, November 19th, 2008

Mi, 3. September 2008 - Lavu Bellebone
Heute steht der Gipfel des Monte Rotondo auf dem Programm. Und da der noch ca. 7 Kilometer und 1600 Höhenmeter entfernt liegt, hatten wir am Vorabend ausnahmsweise mal den Wecker gestellt.

Noch bei Dunkelheit werden wir von sphärischen Klängen aus dem Communicator sanft geweckt.
Orange schimmernd schnurrt kurze Zeit später der Gasbrenner in der Dämmerung und bereitet uns mal wieder köstlichen schwarzen starken Kaffee!

Wir starten in der Dämmerung, stechen flott durch den Wald, den Hang aufwärts, und zapfen hier
und da ein Becherchen Wasser aus einem der zahlreichen Bäche.
Beim Refuge Petra Piana nehmen wir unser Frühstück ein, während die Umgebung langsam erwacht. Nur wenige Wanderer sind bisher gestartet – eher ungewöhnlich für die Spezies der GR20-Trekker – vielleicht war am Vorabend eine fette Hüttenparty?

Der weitere Weg in Richtung Rotondogipfel ist nicht markiert. Man kann versuchen, sich an
Steinmännchen zu orientieren, die relativ weit verteilt in der Landschaft stehen. Wir haben vor dem Anstieg die Landkarte studiert, uns eine vermutlich passende Route ausgesucht und einige Punkte in den GPS-Empfänger eingegeben – so fanden wir wenigstens schnell den Einstieg und immer wieder einige Steinmännchen und Trampelpfade in die richtige Richtung. Für die wunderschöne Landschaft und fantastische Aussichten sollte man sich viel Zeit nehmen! Die dafür benötigten Pausen sind auch sehr
praktisch, um sich vom steilen Aufstieg etwas zu erholen ;)
Wirklich genial wird es dann am Lavu Bellebone ca. 250 Meter unterhalb des
Gipfels!! Der Bergsee auf 2350m liegt wunderschön zwischen einer ihn im Halbkreis umgebenden grandiosen Felskulisse. In Richtung Süden mit offenem Ausblick auf teilweise schon erwanderte Bergketten (Monte D’Oro z.B.). Um den See finden sich teils saftig grüne Wiesen und kleine feine Strandabschnitte. Wir waren
so begeistert, daß wir uns hier eine Pause von ca. 18 Stunden gönnten :) Also heute nix Monto Rotondo.

Auf weissem Sandstrand geniessen wir die Sonne, die Ruhe, das leicht plätschernde Wasser und den Ausblick - grande!!

Ultraleichtbergtour Korsika - Teil 3/7

Friday, November 14th, 2008

Di, 2. September 2008 - Petit Lac D’Oro -> Ref. Petra Piana

Nach angenehm kühler Nacht mussten wir am Morgen etwas warten, bis die wärmende Sonne über eine große Felsnase schaute. Die Wartezeit überbrückten wir mit dem Genuss leckeren, heiss dampfenden Kaffees …

In den ersten Sonnenstrahlen nahmen wir ein kurzes Bad – ausgiebiger Badespass folgte am Abend an anderer Stelle :)
Noch am Vormittag zogen wir weiter. Weiterhin mehr oder weniger Luftlinie in Richtung Monte Rotondo. Vereinzelt sahen wir Steinmännchen oder deren Ruinen, aber meisst mussten wir nach Landkarte und GPS-Koordinaten laufen.
Im Gegensatz zum gestrigen Tag, führten uns die Landkarte und das Navi nun unter die Baumgrenze. Das bedeutete, daß wir uns oft nur langsam, gegen Geäst und wuchernde Dornen kämpfend, fortbewegen konnten. Eine recht lange Strecke folgeten wir direkt(!) auf(!) dem Flüsschen Meli …
Vorteil 1: Im Fluß wachsen keine Bäume die uns im Weg stehen könnten.
Vorteil 2: Immer Trinkwasser parat.

Aber:
Nachteil 1: Das hüpfen von Stein zu Stein (wenn es denn genug Steine im Fluß gibt) funktioniert nicht immer fehlerfrei ;)
Nachteil 2: Vom Ufer her über das Flüsschen ragende Äste (und das waren verd. viele!) werden zu schwer überwindbaren Hindernissen.
Nachteil 3: Unüberwindbarer (also für uns) Wasserfall von ca. 30 m Höhe …
Damit war das der letzte Nachteil, den wir auflisten können. Denn ab diesem Punkt suchten wir wieder einen Weg mehr oder weniger weit entfernt des Flüsschens Meli.
So verbrachten wir viele Stunden damit, 3km Strecke zu überwinden. Aber es hat super viel Spass gemacht und das wird sicher nicht das letzte Mal sein, dass wir Alternativrouten suchten! Immer wieder tauchten alte fast zerfallene (Hirten?-)wege auf, denen wir gerne gefolgt wären – aber meist scheinen sie in eine für uns etwas falsche Richtung zu führen.
Am oberen Flusslauf des Manganello – gerade waren wir auf Entdeckungstour neuer Pfade, alter Hirtenwege o.ä. - wurden wir plötzlich von der Dunkelheit überrascht. Also nahmen wir schnell noch ein ausgiebiges Bad in erfrischenden Gumpen, bastelten eine kleine Mahlzeit und schliefen.

Ultraleichtbergtour Korsika - Teil 2/7

Tuesday, November 11th, 2008

Mo, 1. September 2008
Die Nacht war trocken und kühl - beste Voraussetzungen für einen guten Schlaf.
Ein starker schwarzer Kaffee brachte uns auf die Beine und eine kleine Portion Müsli sollte uns etwas Kraft für den bevorstehenden Aufstieg verleihen.
Ungern räumten wir unseren Biwakplatz, aber wir hofften einfach auf noch schönere Plätze für die folgenden Nächte. Der Weg folgt nun grob dem sich immer weiter verzweigenden Fluss Speloncello. Nach einer verfallenen Bergerie erwartet uns eine leichte Kletterstelle, dann geht’s in einer langgezogenen Kurve auf eine schön gelegene Hochebene unterhalb des Monte d’ Oro. Hier gab’s zur Geburtstagsfeier des Tages frische Dosencheeseburger mit Bacardi-Cola. Ob des hochprozentigen Mischungsverhältnises schafften wir es gerade noch, den schattenspendenden Poncho als Tarp aufzuspannen um dann darunter sofort wegzuratzen…
Wenig später (es waren maximal 3 Stunden vergangen) packten wir unseren Krempel, zogen noch einiges an Wasser aus der nahen Quelle und stiegen auf zum Gipfel des Monte d’Oro. Hervorragende Aussicht! Lange liessen wir unsere Blicke über Korsika schweifen …
Mit Blick auf den Monte Rotondo beschlossen wir, diesen über eine etwas weniger begangene Route zu erreichen – direkter halt, optimierter. Als dichte Wolken aufzogen machten wir uns schnell auf den Weg. Der einsetzende Nieselregen schaffte es nicht, unsere Stimmung zu trüben – und so suchten wir frohen Mutes eine Abstiegsmöglichkeit zum Lac D’Oro. Das war nicht ganz simpel, aber wir haben das trotz dem hinbekommen ;)

Kontrastverstärkung der Garmin Topo D

Monday, November 10th, 2008

Die “Kontrastarmut” des Landkartenbildes der Topo Deutschland von Garmin ist für viele Benutzer etwas problematisch. Zum Beispiel verwechselt man leicht mal Höhenlinien mit Wald-/ Feldwegen (eventuell noch mit dem Fahrrad befahrbar). Die wiederum sind von (schmalen) Pfaden bzw. (oftmals) nicht befahrbaren Wegen (und meist schöneren Wanderwegen) nicht unterscheidbar. Generell sind die Farben der Landkarte eher Ton in Ton gehalten. Das ist auf dem großen Bildschirm zu Hause optisch noch recht nett, aber unterwegs auf dem Garmin Vista, GPSMap etc. wird’s echt schwierig mit dem Überblick!
Eine Lösung ist der TYP-file-Editor mit dem man leicht alle möglichen Objektmerkmale der Landkarte ändern kann: Farben, Markierungen, Liniendicken etc.

Aus dieser Originalansicht

wird dann z.B. sowas:

Ultraleichtbergtour Korsika - Teil 1/7

Thursday, November 6th, 2008

So, 31. August 2008 / Tag 1 - Anreise und Einstieg
“Wo wollt ihr denn hin?” fragt uns vor dem Flughafen Bastia (Korsika) ein einem Taxi entsteigender Fahrgast freundlich. “Jo ähm zum nächsten Bahnhof?!” - - “Wenn ihr etwas Zeit mitgebracht habt, ich hol’ nur schnell meinen Leihwagen, dann komm ich hier wieder vorbei und fahr’ euch hin - kein Thema” …
Ja, Zeit haben wir :) So optimiert und nett wie der Tag angefangen hat, so genial sollte die ganze Woche werden!
Wir wurden statt zum nur 3km entfernten Bahnhof direkt nach Corte (ca. 50km!) gefahren - inklusive Supermarktsuche und Einkaufstops. Sehr nett und angenehm!

So stiegen wir mit einer frischen 250er-Gaskartusche im Gepäck noch am Vormittag in das korsische Bimmelbähnchen in Richtung Vizzavona und konnten knappe 2 Std. später schon an einem herlichen Gebirgsbach (L’Agnone) Wanderpause einlegen.
!Endlich mal wirklich chillen! Ruhe geniessen und dem Rauschen des Wasses lauschen …!
Am Spätnachmittag machten wir uns dann doch noch auf die Socken um dem Gipfel des Monte D’ Oro schon heute etwas näher zu kommen.
Bis ganz auf den Gipfel haben wir es nicht geschafft - noch auf milden 1400m mussten wir uns wegen der einsetzenden Dämmerung für die Nacht einrichten.
Sehr bequem, beste Aussicht, super Wetter, lecker Abendessen …

Ultralightmountaineering 2008

Wednesday, November 5th, 2008

Die Superultraleicht(e)-Bergtour 2008 führte über 7 Tage so grob von Vizzavona (auf Korsika) nach Corte (auch auf Korsika).
15kg EquipmentDie Wage bei der Gepäckaufgabe am stuttgarter Flughafen zeigte 9 und 10 kg an.
Insgesamt hatten wir also inkl. Nahrungsmittel für 1 Woche 19kg Gepäckstartgewicht - Schuhe und Kleidung am Mann ausnahmsweise mal nicht mit gerechnet!
Die fetten Dermizax/GorTex -Jacken haben wir zu Hause gelassen - im Notfall sollten die Exped Bivy Extrem Ponchos (320g) als Wetterschutz dienen. Gebraucht haben wir die Ponchos schon, aber als Sonnenschutz im Baumlosen Gebirge! :)
Einige ganz nette Neuheiten (für uns) hatten wir mit auf Tour:

- Zelt „Raid“ (965g)
- Solarlader „Scotty Pro“
- Dosenburger
- Nalgene-Flachmann (mit 400ml Bacardi)
- MYOG Zip-Hose (modifizierte Fjell Räven Karl MT Tripple-ZIP) (367g)

Von der Hilleberg Notunterkunft “Rajd” gibt’s ja weiter unten schon einen kleinen Bericht. Starke Begeisterung für diese doch sehr robuste Plastikhütte!
Einige Infos zum Equipment (z.B. zum Solarlader “Scotty Pro”) und ein kleiner Reisebericht sind in Arbeit …

Gorillapod mit Alterserscheinungen

Monday, November 3rd, 2008

Auf der Wochenendtour durch den Nordschwarzwald wollte ich öfter mal das Gorillapod-Fotostativ verwenden …
Leider ist das mit meiner Version nur noch sehr eingeschränkt möglich: Es haben sich mehrere feine Risse in den äußeren Hälften der obersten Kugelgelenke gebildet. Das macht den Einsatz des Statives in seiner eigentlichen Funktion unmöglich - die Beinchen fallen bei der geringsten Zugbelastung aus dem Gelenk. Und ohne Beine steht es sich eben nicht so toll - vom Festhalten an Ästen etc. möchte man gar nicht sprechen :( Auffällig ist, daß die Risse/Brüche scheinbar an den Giesskanten bzw. Bindenähten entstehen. Die Fließfronten sind wohl nicht homogen miteinander verschmolzen. Da ging’s bei der Produktion wohl nicht schnell genug… Auf der Herbsttour hatte es nachts ca. 0 Grad Celsius - vielleicht hat die Kälte dem Kunststoff den Rest gegeben? Hmmm - doll is das ding ja eigentlich schon, aber arg lang hat es nu nicht gehalten. Ein knappes Jahr (oder schätzungsweise 200 Aufstell-/Astumklammerzyklen lang).

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