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Archive for the 'Reiseberichte' Category

Technisches über die “Ultraleichtbergtour” auf Korsika

Monday, January 26th, 2009

Also zunächst gegen die Verwirrung eine kurze Info: Natürlich war nicht die Tour an sich ultraleicht, sondern das Gepäck, das wir auf dem Rücken mitschleppten.
Die jeweils 9kg sind nicht jedermanns sache - man sollte sich vorher gut überlegen, ob man eine Woche nur von Müsli und Müsliriegeln leben will ;) Einen großen Gewichtsanteil nehmen nämlich die Nahrungsmittel ein. Damit man während der Tour nicht so viel Wasser tragen muss, ist ein Wasserfilter sehr praktisch - man quert doch recht häufig irgendwelche Rinnsale, aus denen ich jedoch ohne Filterung nicht trinken würde. Wir haben dank Wasserfilter je nach bevorstehender Strecke, nur ca. 0,5 Liter Wasser pro Person für Notfälle getragen.

Die Bergtour mit den groben Zwischenstops Vizzavona, Monte d’Oro, Lac D’Oro, Manganello, Monte Rotondo, Restonica, Tavignano und Corte, hat oft eher hochalpinen Charakter. Den Weg zu finden ist nach dem Monte D’Oro bis an den Fluss Manganello nicht wirklich simpel, da es nur ab und an Steinmännchen gibt. Vor allem für diese Strecke würde ich richtige (also knöchelhohe) Wanderschuhe empfehlen. Wir waren mit Halbschuhen wie z.B. dem Hedgehog (der übrigens immer noch gut funktioniert - hammer was der aushält!!) unterwegs - die Anstrengung auf Geröllfeldern und Plattenquerungen war damit aber einiges höher als mit hohen Schuhen.
Die ca. 57km sind gut innerhalb der Zeitdauer einer knappen Woche zu schaffen. Wir haben meist ziemlich relaxte Tage gehabt - viele Pausen (z.B. lange Geburtstagsfeier mit Dosenburger und Bacardi-Cola), Beobachtung korsischer Bergforellen, Fotostops etc.!  ;)

Start- und Endpunkt können mit der Bahn erreicht werden.
Hier mal eine übersicht der Strecke.

Für genaueren GPS-Track, bitte kurz melden - der Track auf gpsies.com ist ziemlich(!) grob ;)

Beim Vorspann der Berichte über die Ultraleichtbergtour 2008 erwähnte ich die Neuheiten „Raid“ (965g), Solarlader „Scotty Pro“, Dosenburger, Nalgene-Flachmann (mit 400ml Bacardi), MYOG Zip-Hose (modifizierte Fjell Räven Karl MT Tripple-ZIP) (367g).
Rajd, Solarlader und Dosenburger wurden ja schon besprochen. Den Nalgene-Flachmann würden wir beim nächsten mal eher mit hochprozentigem Willi o.ä. befüllen, die MT Tripple-ZIP hielt wunderbar durch - auch wenn’s mal durch Dornengestrüpp und Macchia-Hölle ging. In der Zwischenzeit gibt es von Fjell Räven auch eine original Karl MT Zip - ohne “tripple”! Ich war nur wieder mal zu schnell und musste, da es anfangs nur die “Tripple” gab, die Hose eben modifiziern: den unteren peinlichen Hochwasserhosenzipper raustrennen und ohne Zipper wieder zusammennähen … argh!  ;)

Ultraleichtbergtour Korsika - Teil 7/7 - Abstieg

Monday, January 19th, 2009

Samstag, 6. September 2008 - Abstieg nach Corte
Da wir am Nachmittag die Zivilisation mit Kneipen, Läden und Clubs erreichen werden, starteten wir noch gemütlicher als die letzten Tage in den Tag. Annähernd die kompletten Müslivorräte wurden weggefuttert und im Übermut die letzten 6 Brausetabletten in Wasser gelöst weggeschlürft.
Angenehm warm war es heute früh und so konnten wir ganz lässig in unseren saubersten T-Shirts die wir noch hatten in Richtung City driften.

Stundenlang mehr oder weniger den Tavignano entlang. Nach einem Seitenwechsel auf des Nordufer des Tavignano wurde es verdammt heiß. Erstens keine Bäume mehr, und zweitens eben ein Südhang. Bullenhitze sach ich euch. Wir waren wirklich um jeden schattenspendenden Baum froh. Und um jeden Bach, der unseren Weg kreuzte. Was auch noch half - wegen des kühlenden “Fahrtwindes” - war schnelles Wandern. Wir kamen uns ein bischen vor wie “NordicWalker” - nur einiges cooler!
Am frühen Nachmittag erreichten wir Corte. Nach 2 Pietra und diversen Baguettes mit Käse, Schinken, Oliven etc. waren wir reif für ein Nickerchen.
Am späten Abend stiegen wir in den letzten Zug in Richtung Bastia. Ganz in der Nähe des Flughafens fanden wir ein gemütliches Plätzchen für die Nacht. Hier an der Küste im Flachland war es brühwarm und wir konnten bis spät in dei Nacht im T-Shirt feiern: Das gute Gelingen der superspassigen Tour!

Ultraleichtbergtour Korsika - Teil 6/7 - Vom Orientesee ins Tavignanotal

Sunday, January 18th, 2009

Fritag 5. September 2008:
Am frühen Morgen pustete noch immer starker Wind, liess aber mit erscheinen der Sonne zum Glück nach. So konnten wir uns während unseres Frühstücks die Sonne auf die Bäuche scheinen lassen.
Nach dem Abbau des Lagers watschelten wir lässig-fröhlich los. Eine etwas längere, aber recht einfache
und entspannte Tour stand uns bevor. Von 2200m über die Bergerie de Timozzo und den Restonicafluss auf 1000m, dann über das ca. 1650m hohe “Plateau d’ Alzo” zum Tavignano (Refuge de la Sega) auf ca, 1200m.
Wir verliessen also den idyllischen Orientesee mit seinen Wiesenmatten und leise plätschernden Bächlein. Der Abstieg ins Restonicatal war abwechslungsreich und spannend - die Landschaft wechselte von Hochgebirge über Alm-, bis hin zu Schwarzwaldfeeling. Am Fluss Restonica legten wir eine ausgiebige Pause ein. In den Gumpen lies es sich gut aushalten - und der warme Wind, der das Tal hoch zog, föhnte danach alles schnell trocken. Auf der anderen Seite des Restonica wanderten wir einfach querfeldein weiter und stiessen ca. eine halbe Stunde später tatsächlich auf einen schönen Wanderweg, der uns etwas bequemer in Richtung Norden führte. Stetig bergan in unzähligen Serpentinen. Ab und an kreuzten kleine Rinnsale den Weg - genug Wasser um uns via Filter vor dem Austrocknen zu bewahren :)

Das wunderschöne Plateau d’ Alzo bildete den geographischen und auch optischen Höhepunkt des Nachmittags. Rundum weite Aussicht und einige verträumte, wie aus einem Märchen wirkende Hütten der im Sommer hier residierenden Schäfer. Mit Beginn des Abstieges wurden wir vom schattigen Wald verschluckt und es ging immer auf recht breit angelegtem Hirtenweg mit angenehmem Gefälle abwärts zum Fluss Tavignano.

Diesem folgten wir noch einige Zeit aufwärts. Doch so lang’, daß wir das Abendessen in der Dunkelheit zubereiten mussten.

Demnächst bau’ ich mal die per GPS-Empfänger aufgezeichneten Tracks zusammen und lade sie auf gpsies.de und gps-tour.info hoch. Das ist dann eine nette Übersicht und Track-Downloadmöglichkeit für Leute, die die Tour - oder einen Teil davon - nachwandern wollen.

Ultraleichtbergtour Korsika - Teil 5/7 - Über den Monte Rotondo

Thursday, December 11th, 2008

Do, 4. September 2008 - Monte Rotondo

Aussicht vom Monte Rotondo in Richtung SuedenMit einem heftigen 300m-Aufstieg
beginnt die heutige Kurzetappe und schon stehen wir ganz oben auf
korsikas zweithöchstem Berg - dem ca. 2622 Meter hohen Monte
Rotondo. Wären wir heute wieder bei Morgendämmerung
gestartet, wären wir wohl die ersten gewesen. Aber so werden wir
oben von einem Dauertelefonierer freundlich begrüßt.
Während wir einen Müsliriegel kauen, coole Höhepunktbilder
schiessen und uns den letzten Schluck aus dem Flachmann teilen
erzählt der Telefonmann vom Gipfel herab seiner Geliebten die
Legende vom Capu Tafunatu.
Monte Rotondo (Korsika) Gipfelkreuz

Noch einige Zeit verbringen wir hier
oben und lüften die Füße (Neuankömmlinge fragen,
ob wir barfuß auf den Berg gestiegen sind …). Bevor der
Gipfel völlig überfüllt ist, machen wir uns wieder auf
die Socken: Ein steiler Abstieg folgt, durch loses Gestein und feines
Geröll äußerst rutschig. Das geht locker eineinhalb
Stunden so, dann wird es etwas angenehmer. Wir suchen uns den Weg an
kleinen Schneeflecken vorbei, durch das typische Erlengebüsch
und über riesige Felsplattn. Lavu del OrienteDer mächtige Rotondo mit
seinen malerischen Steilhängen fordert während des
Abstieges immer wieder einen langen Blick über die Schulter. Am
Lavu Del’ Oriente bleiben wir mal wieder begeistert stehen. Der See,
seine kleinen Zuflüsse aus klarem kalten Gebirgswasser, der
Ausblick, das Wetter – alles passt wieder!
Lecker Kaffee und TeeWir brauen uns
ausnahmsweise am hellichten Mittag Kaffee. Die Suche nach einer
Konditorei (Bock auf Käsesahnetorte) verläuft ins Leere.
Naja, Müsliriegel Geschmacksrichtung Erdbeere und Sanddorn
passen ja auch so halbwegs zum Kaffee. Aus energietechnischen Gründen
hätten wir heute gar keinen Müsliriegel mehr benötigt
– locker schlendern wir noch etwas um den See, beobachteten eine
vorbeiziehende Ziegenherde, versuchen Korsikaforellen zu fangen etc.

... im Hintergrund der Monte Rotondo

Gegen Abend ziehen dunkle Wolken auf
und der Wind wird immer stärker. Wir bauen aus
sicherheitsgründen das Rajd auf – alle Leinen straff gespannt.
Bei Einbruch der Dunkelheit beginnt es zu regnen und zu stürmen.
Nach einem kleinen Nachtspaziergang zur nahen Bergkante mit
Handyempfang, Im Sturm gestresstes Notzelt (Hilleberg Rajd)ziehen wir uns ins Zelt zurück und versuchen zu
schlafen. Earplugs sind nun das Wichtigste Tool – trotz straf
gespanntem Zelt flattern die Stoffbahnen so stark im Wind, daß
man durch den riesen Lärm sein eigenes Wort nicht mehr versteht.
Und der Sturm sollte noch wilder werden.
Die Nacht im stark gestressten und gepeinigten Hilleberg war dann doch halbwegs ok. Im Sturm gestresstes Notzelt (Hilleberg Rajd)Ab
und an drückten zwar starke Sturmböen einem die Zeltbahn
ins Gesicht, aber das Rajd blieb stabil und dicht und wir trocken und
warm :)

Ultraleichtbergtour Korsika - Teil 4/7

Wednesday, November 19th, 2008

Mi, 3. September 2008 - Lavu Bellebone
Heute steht der Gipfel des Monte Rotondo auf dem Programm. Und da der noch ca. 7 Kilometer und 1600 Höhenmeter entfernt liegt, hatten wir am Vorabend ausnahmsweise mal den Wecker gestellt.

Noch bei Dunkelheit werden wir von sphärischen Klängen aus dem Communicator sanft geweckt.
Orange schimmernd schnurrt kurze Zeit später der Gasbrenner in der Dämmerung und bereitet uns mal wieder köstlichen schwarzen starken Kaffee!

Wir starten in der Dämmerung, stechen flott durch den Wald, den Hang aufwärts, und zapfen hier
und da ein Becherchen Wasser aus einem der zahlreichen Bäche.
Beim Refuge Petra Piana nehmen wir unser Frühstück ein, während die Umgebung langsam erwacht. Nur wenige Wanderer sind bisher gestartet – eher ungewöhnlich für die Spezies der GR20-Trekker – vielleicht war am Vorabend eine fette Hüttenparty?

Der weitere Weg in Richtung Rotondogipfel ist nicht markiert. Man kann versuchen, sich an
Steinmännchen zu orientieren, die relativ weit verteilt in der Landschaft stehen. Wir haben vor dem Anstieg die Landkarte studiert, uns eine vermutlich passende Route ausgesucht und einige Punkte in den GPS-Empfänger eingegeben – so fanden wir wenigstens schnell den Einstieg und immer wieder einige Steinmännchen und Trampelpfade in die richtige Richtung. Für die wunderschöne Landschaft und fantastische Aussichten sollte man sich viel Zeit nehmen! Die dafür benötigten Pausen sind auch sehr
praktisch, um sich vom steilen Aufstieg etwas zu erholen ;)
Wirklich genial wird es dann am Lavu Bellebone ca. 250 Meter unterhalb des
Gipfels!! Der Bergsee auf 2350m liegt wunderschön zwischen einer ihn im Halbkreis umgebenden grandiosen Felskulisse. In Richtung Süden mit offenem Ausblick auf teilweise schon erwanderte Bergketten (Monte D’Oro z.B.). Um den See finden sich teils saftig grüne Wiesen und kleine feine Strandabschnitte. Wir waren
so begeistert, daß wir uns hier eine Pause von ca. 18 Stunden gönnten :) Also heute nix Monto Rotondo.

Auf weissem Sandstrand geniessen wir die Sonne, die Ruhe, das leicht plätschernde Wasser und den Ausblick - grande!!

Ultraleichtbergtour Korsika - Teil 3/7

Friday, November 14th, 2008

Di, 2. September 2008 - Petit Lac D’Oro -> Ref. Petra Piana

Nach angenehm kühler Nacht mussten wir am Morgen etwas warten, bis die wärmende Sonne über eine große Felsnase schaute. Die Wartezeit überbrückten wir mit dem Genuss leckeren, heiss dampfenden Kaffees …

In den ersten Sonnenstrahlen nahmen wir ein kurzes Bad – ausgiebiger Badespass folgte am Abend an anderer Stelle :)
Noch am Vormittag zogen wir weiter. Weiterhin mehr oder weniger Luftlinie in Richtung Monte Rotondo. Vereinzelt sahen wir Steinmännchen oder deren Ruinen, aber meisst mussten wir nach Landkarte und GPS-Koordinaten laufen.
Im Gegensatz zum gestrigen Tag, führten uns die Landkarte und das Navi nun unter die Baumgrenze. Das bedeutete, daß wir uns oft nur langsam, gegen Geäst und wuchernde Dornen kämpfend, fortbewegen konnten. Eine recht lange Strecke folgeten wir direkt(!) auf(!) dem Flüsschen Meli …
Vorteil 1: Im Fluß wachsen keine Bäume die uns im Weg stehen könnten.
Vorteil 2: Immer Trinkwasser parat.

Aber:
Nachteil 1: Das hüpfen von Stein zu Stein (wenn es denn genug Steine im Fluß gibt) funktioniert nicht immer fehlerfrei ;)
Nachteil 2: Vom Ufer her über das Flüsschen ragende Äste (und das waren verd. viele!) werden zu schwer überwindbaren Hindernissen.
Nachteil 3: Unüberwindbarer (also für uns) Wasserfall von ca. 30 m Höhe …
Damit war das der letzte Nachteil, den wir auflisten können. Denn ab diesem Punkt suchten wir wieder einen Weg mehr oder weniger weit entfernt des Flüsschens Meli.
So verbrachten wir viele Stunden damit, 3km Strecke zu überwinden. Aber es hat super viel Spass gemacht und das wird sicher nicht das letzte Mal sein, dass wir Alternativrouten suchten! Immer wieder tauchten alte fast zerfallene (Hirten?-)wege auf, denen wir gerne gefolgt wären – aber meist scheinen sie in eine für uns etwas falsche Richtung zu führen.
Am oberen Flusslauf des Manganello – gerade waren wir auf Entdeckungstour neuer Pfade, alter Hirtenwege o.ä. - wurden wir plötzlich von der Dunkelheit überrascht. Also nahmen wir schnell noch ein ausgiebiges Bad in erfrischenden Gumpen, bastelten eine kleine Mahlzeit und schliefen.

Ultraleichtbergtour Korsika - Teil 2/7

Tuesday, November 11th, 2008

Mo, 1. September 2008
Die Nacht war trocken und kühl - beste Voraussetzungen für einen guten Schlaf.
Ein starker schwarzer Kaffee brachte uns auf die Beine und eine kleine Portion Müsli sollte uns etwas Kraft für den bevorstehenden Aufstieg verleihen.
Ungern räumten wir unseren Biwakplatz, aber wir hofften einfach auf noch schönere Plätze für die folgenden Nächte. Der Weg folgt nun grob dem sich immer weiter verzweigenden Fluss Speloncello. Nach einer verfallenen Bergerie erwartet uns eine leichte Kletterstelle, dann geht’s in einer langgezogenen Kurve auf eine schön gelegene Hochebene unterhalb des Monte d’ Oro. Hier gab’s zur Geburtstagsfeier des Tages frische Dosencheeseburger mit Bacardi-Cola. Ob des hochprozentigen Mischungsverhältnises schafften wir es gerade noch, den schattenspendenden Poncho als Tarp aufzuspannen um dann darunter sofort wegzuratzen…
Wenig später (es waren maximal 3 Stunden vergangen) packten wir unseren Krempel, zogen noch einiges an Wasser aus der nahen Quelle und stiegen auf zum Gipfel des Monte d’Oro. Hervorragende Aussicht! Lange liessen wir unsere Blicke über Korsika schweifen …
Mit Blick auf den Monte Rotondo beschlossen wir, diesen über eine etwas weniger begangene Route zu erreichen – direkter halt, optimierter. Als dichte Wolken aufzogen machten wir uns schnell auf den Weg. Der einsetzende Nieselregen schaffte es nicht, unsere Stimmung zu trüben – und so suchten wir frohen Mutes eine Abstiegsmöglichkeit zum Lac D’Oro. Das war nicht ganz simpel, aber wir haben das trotz dem hinbekommen ;)

Ultraleichtbergtour Korsika - Teil 1/7

Thursday, November 6th, 2008

So, 31. August 2008 / Tag 1 - Anreise und Einstieg
“Wo wollt ihr denn hin?” fragt uns vor dem Flughafen Bastia (Korsika) ein einem Taxi entsteigender Fahrgast freundlich. “Jo ähm zum nächsten Bahnhof?!” - - “Wenn ihr etwas Zeit mitgebracht habt, ich hol’ nur schnell meinen Leihwagen, dann komm ich hier wieder vorbei und fahr’ euch hin - kein Thema” …
Ja, Zeit haben wir :) So optimiert und nett wie der Tag angefangen hat, so genial sollte die ganze Woche werden!
Wir wurden statt zum nur 3km entfernten Bahnhof direkt nach Corte (ca. 50km!) gefahren - inklusive Supermarktsuche und Einkaufstops. Sehr nett und angenehm!

So stiegen wir mit einer frischen 250er-Gaskartusche im Gepäck noch am Vormittag in das korsische Bimmelbähnchen in Richtung Vizzavona und konnten knappe 2 Std. später schon an einem herlichen Gebirgsbach (L’Agnone) Wanderpause einlegen.
!Endlich mal wirklich chillen! Ruhe geniessen und dem Rauschen des Wasses lauschen …!
Am Spätnachmittag machten wir uns dann doch noch auf die Socken um dem Gipfel des Monte D’ Oro schon heute etwas näher zu kommen.
Bis ganz auf den Gipfel haben wir es nicht geschafft - noch auf milden 1400m mussten wir uns wegen der einsetzenden Dämmerung für die Nacht einrichten.
Sehr bequem, beste Aussicht, super Wetter, lecker Abendessen …

Hilleberg Rajd im Sturm

Wednesday, October 1st, 2008

Bitte beachten Sie: Das Rajd ist ein ultraleichter Wetterschutz, kein Zelt.
So steht es in der Einleitung der Anleitung des Rajd geschrieben :) Rajd ist ein kleiner Einwand-Regenschutz in Form eines Zeltes - ein erweitertes Tarp mit Boden, könnte man auch sagen.

Während der ersten Septemberwoche sollte es als Schutz gegen schlechtes Wetter in den korsischen Bergen (Ultraleichttour 2008) dienen. Dort entsteht an Nachmittag gerne mal ein kräftiges Gewitter, mit Hagel und Sturm garniert …
Hagel und Gewitter hatten wir nicht, aber eine regnerische und sehr stürmische (geschätzte Windstärke 8-9?) Nacht mussten wir und das Rajd über uns ergehen lassen.
Super laut war es - das Zelt flatterte trotz bester Abspannung heftigst und regelmäßig bekamen wir “Schläge” von den Stoffbahnen ab. Wir dachten anfangs, daß das ganze Gebilde nicht halten kann - das dünne Stöffchen, die dünnen Abspannleinen, die popeligen Plastikbefestigungsösen am First, die Mini-Leinenspanner etc. Aber alles blieb stabil und wir blieben inklusive Gepäck trocken!
Auch das Kondensproblem, das man dem Rajd besonders nachsagt, blieb aus. Wahrscheinlich eben wegen des Sturms - der lüftete doch auch den Innenraum des Rajds kräftig durch.

Die unteren Bildchen zeigen doch recht deutlich die Zugeständnisse des Rajd an die Stabilität bei Sturm - obwohl es sich trotz unpraktischer Aerodynamik wacker schlägt ;) Und hey, die Zeltstangen - beste Buchenqualität.

Nordkalottleden 2003 - Reisebericht endlich fertig ;)

Saturday, December 22nd, 2007

Ist viel zu lange her, die Wandertour auf dem Nordkalottleden in Schweden/Norwegen. Und natürlich hat es auch viel zu lange gedauert mit dem Reisebericht.
Aber endlich ist er vollständig abrufbar :)
Ich habe versucht, den damals mehr oder weniger in “Plaintext” auf die Webseite uebertragenen Bericht in eine etwas angenehmer anzuschauende Form zu bringen: Wandertour auf dem Nordkalottleden in Schweden/Norwegen 2003 - der Bericht.

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