Schon seltsam. Meine erste Isolierschicht gegen die Bodenkälte für’s Schlafen im Freien war eine Trekkingluftmatratze. Das ist ca. 2 Jahrzehnte her. Damals schien sie mir auch teuer, die Luma. Musste lange drauf sparen. Ich schätze mal, die hat 17.- DM oder so gekostet. Nach diversen “Platten” stieg ich um auf eine noch teurere Evazotematte - so 30.- DM ca. Die gibt’s heute noch und die funktioniert. Spitze!
Ich dachte, nie wieder so dumm zu sein, eine luftgefüllte Matte zu kaufen…
Der Wahn nach leichtem Equipment bescherte mir jetzt (zumindest temporär) den “Rückschritt” zu einer zweiten Luftmatratze.
Mit 241 Gramm ist die NeoAir S von Therm a Rest schon einiges leichter als die damalige Luma mit 680 Gramm aber auch etwas teurer… so knappe 42 Cent pro Gramm* sollte man beim Kauf über den Tresen reichen :(

Mit dabei ist ein süßer Packsack (gute 13 Gramm) und ein Schreiben, wie toll schnell (weniger als 2 Minuten!) eventuelle Löcher in der NeoAir flickbar seien. Mit einem optional(!) erhältlichen Reparaturset.
Und ich hab’ mich schon über den mitgelieferten Packbeutel gewundert - schon das muss bei TaR für heisse Diskussionen gesorgt haben (können wir uns das Leisten? Schmeisst der wahrhafte Ultraleichttrekker den Packbeutel nicht eh weg? Dann machen wir die NeoAir aber teuerer, …). Aber dann noch ein kleines Reparaturset (eventuell selbstklebende Flicken?) dazu? Nä, also das geht nu echt nich!
Hält man die zusammengerollte Luma in den Händen, wirkt sie wirklich putzig! Mich erinnert sie so an diese Müllbeutelrollen vom Drogeriemarkt. Raschelt auch so ähnlich. Schon mal 80kg auf ‘ne aufgeblasene Mülltüte gesetzt? Unglaublich dünn ist das Material.

Beim Ausrollen der Luma fällt auf, dass sie irgendwie leicht gummiert ist - auf der Unterseite (kein Rutschen auf dem Zeltboden) wie auch auf der Liegefläche - richtig Grip hat der Stoff!
Dann muss gepustet werden - so ca. 20 mal. Prall und schön liegt die NeoAir da. Oberseite Neonhellgrün, Unterseite Grau. Und dick, finde ich sie. Bin halt fast nur 4mm Evas gewöhnt. Hier warten aber sechs cm Bequemlichkeit auf den müden Wandersmann: Der übliche Luftmatratzeneffekt, dass man jede Bewegung am Fussende am Kopf mit Auf- oder Abwippen spürt (und umgekehrt), ist durch die vielen Kammerverbindungen innerhalb der Luma zumindest gedämpft. Die Schaumstoff- oder Daunengefüllten Matten von Tar, Exped etc. bieten da mehr Komfort. Das Plastikmaterial, das in keinster Weise an gemütlich samtige Baumwolle o.ä. erinnert, ist bei Bewegungen auch etwas lauter als Synmat etc.
Wenn man das Material so anschaut, möchte man die Luma wirklich nicht direkt auf steinigem Gelände, in Wald, Wiese etc. verwenden. Eine dünne Evazotematte ist bei mir eh immer mit dabei. Und im Zelt sollte es sowieso gut gehen (wenn man beim Aufbau darauf geachtet hat, dass der Zeltboden heil bleibt).
Jetzt mal schauen, wie’s sich darauf schläft …
Gewicht NeoAir Gr. S (120cm): 241 Gramm, Gewicht Packsack: 14 Gramm
