Computerlogbuch - Nordkalottleden 2003 vom 11.08. bis 01.09. [CGS]

9-ter Tag (Mo, 18.08.2003) - von Dividals-Huette zur Vuoma-Huette

 Daten fuer Ueberflieger:

Tourstart

Dividalshuette

Wetter

Wichtige Daten

txt by Hardy E.

Ernaehrung

Muesli zum Fruehstueck - klar!

Tourziel

Vuoma-Huette

Bugs

keine

Besonderheiten

 

Bericht:

Da die letzten Party-People erst sehr spaet im Zelt verschwunden waren, liessen wir es heute etwas gemuetlicher angehen. So hatten wir Zeit, uns mal wieder ausgiebig zu waschen und uns von unseren Rausche-Baerten zu trennen. Gestoert wurde diese Aufwachphase nur durch einen gelegentlichen Nieselregen. Da ich bei dieser Gelegenheit meine Brille zertreten hatte und unser Benzinkocher einige Schwaechen aufwies, nutzen wir die Zeit fuer diverse Schoenheitsreparaturen. Gegen Mittag brachen wir schliesslich auf und machten uns auf zur Vuoma-Huette. Anfangs ging es durch Birkenwaelder steil hinab zum Divielva-Fluss. Dort angekommen folgten wir einige Kilometer dem Flusslauf flussabwaerts, bis wir uns schliesslich zwischen einer Flussdurchquerung oder dem km laengeren Umweg ueber eine Bruecke entscheiden mussten. Fuer uns natuerlich keine grosse Frage und so zogen wir unsere Schuhe aus und wateten an einer geeigneten Stelle durch den Fluss. Dank unserer langjaehrigen Flussdurchquerungserfahrung verlief die ohne groessere Zwischenfaelle. Am anderen Ufer mussten wir nun wieder einige Meter teils durch Birken-, teils durch Nadelwaelder bergauf. Zwischendurch stiessen wir auf ein grosses Heidelbeerfeld , an dem wir natuerlich nicht einfach so vorbeilaufen konnten. Nachdem der erste Heidelbeer-Hunger gestillt war, beschlossen wir, die am Fluss gewonnene Zeit zum Heidelbeer-Sammeln zu nutzen. Aus den Heidelbeeren wollte wir dann abends wieder einen leckeren Punsch brauen. Als die Behaeltnisse gefuellt, die Haende und Zungen blau und unsere Koerper vom kalten Wind durchweht waren, liefen wir weiter, jetzt auf einer Hoehe bleibend das Tal des Anjavasselva-Flusses hinauf. Es war eine waldige und moorige Strecke, doch da die matschigsten Stellen durch Holzplanken ueberdeckt waren kamen wir gut voran bis zu einer Haengebruecke, die uns ueber den Vuomajakka-Fluss brachte, kurz bevor dieser in den Anjavasselva muendet. Hier machten wir Rast, assen Trekking-Kekse mit Landjaegern, die Andi noch aus der Heimat mitgenommen hatte, sowie restliche Muesli-Rationen und Frucht-Schnitten. Danach faulenzten wir noch etwas oder schrieben Tagebuch. Als die Kälte uns dann wieder langsam den Nacken hochkroch liefen wir weiter durch die niedrigen Birkenwaelder jetzt wieder im Anjavasselva Tal. Der Weg schlaengelte sich durch die Waelder mal ein paar Meter hoch, mal ein paar Meter runter, jedoch ohne beschwerliche Aufstiege. So erreichten wir relativ bald das Ende der Waelder und vor uns bog unser Weg nach links zur Vuomahuette ab. Da es ab hier nach Aussage unserer Karte kein Feuerholz mehr geben wuerde, schwaermte wir noch einmal aus und sammelten Holz, das wir dann noch ein paar Kilometer mittrugen, bis wir unterhalb der Huetten nahe an einem wunderschoenen See unsere Zelte aufschlugen. Der relativ grosse See lag inmitten eines weiten Tals und so konnten wir beim folgenden Abendessen mit indonesischen Reis und Curryhuhn die Stille der weiten herrlichen Landschaft geniessen. Diese Stille wurde nur noch durch unseren Gesang unterbrochen, den wir anstimmten, als unser leckerer Heidelbeer-Punsch ueber dem Feuer brodelte. Als dieser dann unsere Maegen erwaermt hatte und die Luft kuehler wurde, es war bereits jetzt ca. 5°C, schlupften wir in unsere Schlafsaecke und schliefen bald ein.

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